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Beatrice Cenci, eine tragische Heldin

Die Straßburger Rhein-Oper inszeniert in dieser Spielzeit Alberto Ginasteras 1971 komponierte Oper „Beatrix Cenci“.

Dies nimmt das Museum für bildende Kunst zum Anlass, dieser Renaissancefigur, deren Leben und Tod die Fantasie vieler Künstler beflügelte, einen Schwerpunkt zu widmen. Beatrice Cenci wurde 1577 als Tochter einer römischen Adelsfamilie geboren. Ihr Vater beging neben anderen Schandtaten Inzest am eigenen Sohn und misshandelte Beatrice. Die Familie schmiedete ein Komplott und ließ ihn ermorden. Trotz der Proteste des Volkes, das mit dem vom gewalttätigen Vater zu der Verzweiflungstat getriebenen Mädchen mitfühlte, gewährte der Papst den Mordanstiftern keine Vergebung und Beatrice wurde enthauptet. Sie war 22 Jahre alt. Ihre anrührende Geschichte inspirierte zu vielen Kunstwerken: Malerei (ihr vermutetes Bildnis von Guido Reni oder seiner Schülerin Elisabetta Sirani), Literatur (Stendhal, Dumas, Zweig), Theater (Shelley, Moravia, Artaud mit dem Bühnenbild von Balthus), Fotografie (Cameron), Film und Oper.

In Partnerschaft mit der Opéra national du Rhin.