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Blutch. Art mineur de fonds

Schon zum vierten Mal beteiligen sich die Museen am Straßburger Illustratoren-Treffen. In diesem Jahr übernimmt der Zeichner Blutch die Schirmherrschaft der Veranstaltung. Weitere Partner: Mediatheken, HEAR, Shadok, Fauteuil Vapeur

Der bekannte französische Comic-Autor Blutch hat aus vier wichtigen Sammlungen der Straßburger Museen eine Werkauswahl getroffen: Kupferstichkabinett, MAMCS, Bibliothek der Museen und Museum Tomi Ungerer. Seine Carte blanche ist in der Neupräsentation der Dauerausstellung des MAMCS (Joyeuses frictions) zu sehen. Die ausgewählten Werke korrespondieren mit Zeichnungen aus fünf Comics von Blutch: „Variations“ (Dargaud, 2017), „Lune L’Envers“ (Dargaud, 2014), „Vitesse Moderne“ (Dupuis Aire libre, 2002), „Péplum“ (Cornélius, 1998) und „Mitchum“ (Cornélius, 1996-1999). Die Leitmotive dieser Verknüpfungen sind Gleichklang, Einfluss und Dissonanz. So entstehen mit den sechzig ausgewählten Zeichnungen und Druckgrafiken spannende Dialoge zwischen Gustave Doré, Tomi Ungerer, Max Klinger, Druillet, Böklin, Blutch und anderen mehr. Der zweite Teil ist in der Aubette 1928 zu sehen, wo Zeichnungen aus Blutchs 2011 veröffentlichtem experimentellem Comic „Pour en finir avec le cinéma“ („Ein letztes Wort zum Kino“) vorgestellt werden. In dem Band inszeniert sich der Kinofan Blutch zusammen mit seinen Lieblingsschauspielerinnen und -schauspielern Jean Gabin, Michel Piccoli, Burt Lancaster, Claudia Cardinale, Catherine Deneuve u.a, nicht zu vergessen die Regisseure und Filme, die ihn beeinflusst haben: „Tarzan“, „Psycho“ usw. Im Ton bewegen sich diese Zeichnungen immer zwischen Spott und Fantasy, Ironie und Liebeserklärung.