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Building · Preserving · Handing on : the 800 years of the Œuvre Notre-Dame Foundation

Die Straßburger Münsterbauhütte (Stiftung Œuvre Notre-Dame) ist seit 800 Jahren für den Bau und die Erhaltung des Straßburger Münsters verantwortlich. Trotz politischer und religiöser Umbrüche wurde ihr Status nie infrage gestellt.

Die Ausstellung beleuchtet die traditionsreiche Geschichte und die Besonderheiten dieser Institution von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Gegründet wurde das „Werk Unser Lieben Frau“ zu Beginn des 13. Jahrhunderts vom Straßburger Bischof und dem Domkapitel zur Leitung der Bautätigkeit und Verwaltung von Spenden und Schenkungen. Bereits in den 1280er Jahren ging die Institution in städtische Hand über. Ihr französischer Name Œuvre Notre-Dame leitet sich vom lateinischen Opus sancte Marie bzw. von der deutschen Bezeichnung Werk Unser Lieben Frau bzw. Frauenwerk ab.

Die Ausstellung veranschaulicht die Bedeutung und die vielfältigen Aufgaben einer der ältesten Dom- bzw. Münsterbauhütten Europas. 2020 wurde dem europäischen Bauhüttenwesen mit der Aufnahme in das UNESCO-Register Guter Praxisbeispiele zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit besondere Anerkennung zuteil. Ferner richtet die Schau den Blick auf das umfangreiche Erbe, das die Stiftung Œuvre Notre-Dame bzw. das Frauenwerk seit dem Mittelalter ohne Unterbrechung pflegt und verwaltet. Dazu zählen neben Grund- und Immobilienbesitz die kostbaren Bauzeichnungen des Münsters, Grund- und Aufrisse aus allen Perioden, Kupferstiche, Fotografien, Gipsabgüsse, Skulpturen, historische Werkzeuge u.v.m. Dank dieser Sammlungen, die auch heute noch im Zuge von Instandsetzungen und Restaurierungsmaßnahmen ständig bereichert werden, ist das Straßburger Münster eines der bestdokumentierten Bauwerke in Frankreich.

Mit der Ausstellung will Straßburg dieses außergewöhnliche, seit 800 Jahren währende Engagement für den Erhalt seines Kulturerbes würdigen und gleichzeitig ins Bewusstsein rücken, dass das Münster auch heute ein lebendiger Ort der Weitergabe jahrhundertealter Techniken und Kompetenzen an nachfolgende Generationen ist. Die in 15 Abschnitte untergliederte Schau findet im Museum Œuvre Notre-Dame, Kunst des Mittelalters und der Renaissance, statt. Es befindet sich seit 1931 im Stammsitz der Stiftung.

Ein Gemeinschaftsprojekt der Museen der Stadt Straßburg und der Stiftung Œuvre NotreDame

Kuratorische Leitung: Sabine Bengel, Kunsthistorikerin, der Stiftung Œuvre Notre-Dame ; Cécile Dupeux, Leiterin des Museums Œuvre Notre-Dame