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Straßburg 1918-1924 Die Rückkehr zu Frankreich aus Sicht der Illustratoren

Nach dem Ersten Weltkrieg kehrte Straßburg wieder zu Frankreich zurück.

Die komplexe Situation, die sich daraus nach 1918 ergab, beleuchtet das Museum Tomi Ungerer anhand von Illustrationen und anderen Medien wie zeitgenössischen Plakaten, Postkarten und Pressezeichnungen. Berühmte Künstler, darunter Dorette Muller, Hansi und Zislin, aber auch Anonyme dokumentierten diese Periode, nicht selten mit großer Virulenz. In Satirezeichnungen und Propagandabildern werden die beiden markanten Aspekte dieser Zeit deutlich: zunächst der Jubel über die Befreiung und dann das aufkommende „elsässische Unbehagen“, das den Keim späterer Autonomiebestrebungen in sich trug. Dabei verwendeten die Illustratoren für unterschiedliche Botschaften gleiche Motive, denn sie symbolisieren das Elsass: Besonders oft bemühten sie das Münster und die Elsässerin im Trachtenkleid für ihre Zwecke. Als Kontrapunkt zu ihren Illustrationen zeigt die Ausstellung Zeichnungen von Tomi Ungerer. Der aus Straßburg stammende Künstler erlebte den Zweiten Weltkrieg mit und griff das Thema mit besonders bissigem Ton auf.

Ausstellung in Partnerschaft mit dem Archiv der Stadt und Eurometropole Straßburg und dem Historischen Museum.