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Wofür wurden Bilder gemalt, als es noch keine Museen gab ?

 

 

Dieses Projekt ist das Ergebnis einer zweifachen Feststellung: Keines der Gemälde im Museum für bildende Kunst wurde für ein Museum geschaffen, und oft ist nur wenig über die Entstehungsbedingungen der ausgestellten Werke bekannt. Deshalb will das Museum anhand einiger beispielhafter Werke in seiner Dauerausstellung den ursprünglichen Kontext, d. h. die Funktion und die Rezeptionsbedingungen der Werke in ihrer Entstehungszeit, beleuchten. Natürlich denkt man zuerst an Gemälde, die religiöse Gebäude oder die Residenzen der Reichen schmücken sollten. Aber Bilder wurden auch für viele andere Bestimmungen gemalt.

Während die Werke in Museen heute einheitlich gehängt und oft mit der gleichen Beleuchtung präsentiert werden, betrachtete man Gemälde früher sehr viel differenzierter. Manche sollten aus der Nähe gesehen werden, andere aus der Ferne mit besonderer Beleuchtung. Einige der ausgestellten Werke waren gar nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Im Besonderen gilt dies für Entwürfe (Skizzen), die uns heute so gefallen. Die Präsentation legt großen Wert auf eine allgemeinverständliche Vermittlung der Entstehungsbedingungen dieser Werke, den roten Faden der Szenografie bilden Illustrationen von Anna Griot. Eine Veröffentlichung vertieft diese interessante Problematik, die noch nie eigenständig behandelt wurde.

Die Ausstellung wird von der Eurometropole Straßburg unterstützt.

Kuratorische Leitung: Dominique Jacquot, Leiter des Museum für bildende Kunst, in Zusammenarbeit mit der Museumspädagogischen Abteilung